28. Oktober 2009
BP-Sitzung 21.10.2009
Zusammenfassung und Reflexion
1. Wiederholung der Themen Kompetenzraster / Checklist / Rubrics
Die Fachtermini wurden nochmals in der Gesamtgruppe anhand der „Folien zum Input: Kompetenzorientierung“ besprochen, noch bestehende Unklarheiten wurden diskutiert.
► Kompetenzraster
das Kompetenzraster ist ein Raster über einen Fachbereich, über einen längeren Zeitraum, das heißt zum Beispiel über alle Jahre der Ausbildung oder über 1 bis 2 Semester.
Es gilt hierbei zu überlegen, welche Kompetenzen in einem bestimmten Fach relevant sind und erlernt und geübt werden sollen.
Hilfreich ist es hierbei mit anderen Lehrkräften des selben Fachbereiches zusammen zu arbeiten.
► Checkliste
In einer Checkliste werden die Skills (=die Fähigkeit/das Können) ausformuliert. Das heißt es wird beschrieben, was bezüglich der definierten Kompetenzen gekonnt werden muss, bzw. wozu einzelne Lernenden schon fähig sind.
► Rubrics
Rubrics sind Kompetenzraster zu einzelnen Lernjobs innerhalb des gesamtfachlichen Kompetenzrasters: sie beziehen sich auf einzelne Projekte innerhalb der definierten, zu erlernenden Kompetenzen, die von den SchülerInnen individuell gewählt werden können.
Rubrics stellen gleichzeitig ein Evaluationsraster dar, die den Lehrenden hilft, die Projekte der SchülerInnen zu bewerten, und gleichzeitig den Lernenden einen Überblick gibt, welche Anforderungen an einzelne Projekte gestellt werden.
Das Rubricdesign beinhaltet unterschiedliche Kriterien und klärt sie und zeigt auf, welche Leistungslevels (level of performance) erreicht werden können.
Was habe ich gelernt?
Für mich machte die Wiederholung und genaue Definition der einzelnen Fachtermini nochmals deren Unterschiede deutlich. Zuvor kam ich häufig durcheinander, was mit welchem Begriff wirklich gemeint ist, nach der Wiederholung und Besprechung bin ich nun in der Lage die Begriffe zu unterscheiden und habe eine klare Idee davon, wie Kompetenzraster/Checklisten und Rubrics erstellt werden und welchem Zweck sie dienen. Dies ist für meine eigene Arbeit sowohl als Schülerin des Berufspädagogik Seminars als auch als Lehrende in der Schule unbedingt notwendig, wenn es darum geht, diese Art von Lernmethode in meinem Unterricht umsetzen.
2. Evaluation von Lernjobs
Wir bekamen die Aufgabe, in Partnerarbeit verschiedene Lernjobs anhand eines Evaluationsbogens mit Faktoren erfolgreichen Lernens zu beurteilen. Darüber hinaus sollten wir in einem anderen Bogen festhalten, was uns positiv auffiel oder was wir eventuell ändern oder ergänzen würden. Ziel war es, einen Einblick in den praktischen Umgang mit Kriterien zu erhalten und den gewonnen groben Eindruck über einzelne Lernjobs auf die eigene Arbeit zu beziehen („was lerne ich daraus?“;„Was kann ich beim Erstellen eines Lernjobs übernehmen?“; „Werden Ideen für einen eigenen Lernjob eröffnet?“)
Die Ergebnisse wurden im Anschluss im Plenum besprochen.
Ergebnisse der Diskussion im Plenum
| Was ist uns positiv aufgefallen?Der Lernjob: | Was ist uns negativ aufgefallen?Der Lernjob: |
|
|
Insgesamt wurde zudem nochmals explizit betont
- dass die Rubrics immer mit den Lernenden besprochen werden sollten
- dass die (Rubric)Kriterien umso klarer definiert sein müssen, je freier die Arbeit formuliert ist
Was habe ich gelernt?
Mir ist klar geworden, dass ein Lernjob übersichtlich gestaltet und „nur“ das für die Aufgabenbearbeitung nötige Wissen enthalten sollte. Darüber hinaus müssen die Kriterien deutlich formuliert werden, um auf die Lernenden motivierend zu wirken. Die Farbwahl spielte für mich ebenfalls eine große Rolle, da ich selbst dazu geneigt war, Lernjobs mit farbenfroher Gestaltung und Bildern bearbeiten zu wollen. Ich möchte bei der Erstellung meiner Lernjobs darauf achten, sie attraktiv und klar zu gestalten. Darüber hinaus werde ich darauf achten, den Lernenden zur Bearbeitung eines Lernjobs eine große Entscheidungsfreiheit zu ermöglichen (in Bezug auf verschiedene Aufgaben und Lösungswege). Außerdem möchte ich meine Lernjobs so ausarbeiten, dass innerhalb eines Lernjobs viele Sozialformen möglicht sind (Gruppen-, Partner-, Einzelarbeit) und mit unterschiedlichen Medien gearbeitet werden kann. Wenn möglich, würde ich meinen Lernjob so anfertigen, dass er individuelle Gestaltungsmöglichkeiten der einzelnen Lernenden gestattet.
Der Faktor „Bewegungsanregung“ spielt in meinem Fall eine gesonderte Rolle, da ich im Fachbereich Sport unterrichten werde und dabei jede Schulstunde auf die Bewegung fokussiert vorbereiten werde.