23. Juni 2010

KBZ & VINTO

Posted in Uncategorized um 13:09 von bpblogphtg

Letzt Woche unternahm der BP-Kurs eine Exkursion an die KBZ in Zug. Leider konnte ich daran nicht teilnehmen und habe mich deswegen bei meinen Kommilitonen über den Ausflug und die Besonderheiten der KBZ erkundigt.

Die KBZ beinhaltet Trainigsräume für die schweizer Nachwuchssportler. Mit neuen Trainingsgeräten kann hier ein funktionelles Krafttraining durchgeführt werde, welches nicht mehr nur wenige Muskelgruppen isoliert beansprucht, sondern mit dem eigenen Körpergewicht arbeitet und alle Muskelgruppen anspricht.

Im Kaufmännischen Bildungszentrum in Zug haben junge Nachwuchssportler die Möglichkeit, dem Spitzensport und ihrer Berufsausbildung gleichermaßen nachzugehen. Der privatrechtliche Verein VINTO hilft dabei. Ihm gehören sowohl Lehrbetriebe und Berufsschulen, als auch Sportverbände, Sportvereine, Behördenvertreter sowie Eltern und Gönner und Gönnerinnen an. VINTO ist die Schnittstelle zwischen dem Ausbidlungsbetrieb, den Schulen und den SportlerInnen. Dies ermöglicht, dass die Lernenden sowohl an ihrer sportlichen Karriere arbeiten können und sich zeitgleich ein Standbein im kaufmännischen Bereich aufbauen.

Das Ausbidlungskonzept:

  • 4-jährige Berufsausbildung

Die Berufslehre wird um ein Jahr verlängert und führt zum eidg. Fähigkeitszeugnis (Kaufmann/Kauffrau erweiterte Grundbildung und Detailhandelsfachleute), genau wie die ordentliche dreijährige Lehre. Die Ausbildung in der Berufsschule und im Lehrbetrieb werden flexibilisiert und individualisiert.

  • Drei Basistrainings bei VINTO

VINTO bietet ein professionelles Grundtraining von drei Morgentrainings pro Woche an. Diese Basistrainings werden nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gestaltet und orientieren sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Sportdisziplin.

  • sporttheoretische Tools

Der junge Athlet/Die junge Athletin erhält zudem eine modulare Ausbildung in sporttheoretischen Bereichen.

  • Training in der Sportart im Sportverein

Der Sportverein fördert die Sporttalente wie bisher in der jeweiligen Sportart. Er bietet vier bis sieben Trainings pro Woche an.

Die Aufnahmekriterien:

  • VINTO steht grundsätzlich allen in der Schweiz wohnhaften Jugendlichen nach der obligatorischen Schulzeit offen.
  • Die Lehrlinge von VINTO sind sich bewusst, dass sie in Beruf und Sport überdurchschnittliche Leistungen zu erbringen haben, die nicht mit einer herkömmlichen Lehrlingsausbildung zu vergleichen sind.
  • Die Voraussetzung für die Zulassung zur kaufmännischen Berufsausbildung besteht in der abgeschlossenen obersten Volksschulstufe mit guten Leistungen. In begründeten Fällen können Ausnahmen bewilligt werden.
  • In Zweifelsfällen entscheidet das Amt für Berufsbildung über eine Berechtigung zur Teilnahme bei VINTO.
  • VINTO richtet sich an Jugendliche mit Potenzial zum Hochleistungssport und der Möglichkeit auf eine Profikarriere.
  • Der Trainer / Die Trainerin stellt einen Bericht über die momentane Leistungsfähigkeit und die Leistungsbereitschaft der Jugendlichen zusammen.
  • Eine Zugehörigkeit zu einem regionalen/nationalen Kader wird vorausgesetzt bzw. eine Swiss Olympic Talent Card ist vorzuweisen.

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13. Juni 2010

Leistungsbewertung: Felix Winters Konzept der Leistungsbewertung

Posted in Beschreiben/Erklären/Bewerten, Präsenzveranstaltung, Uncategorized um 18:13 von bpblogphtg

Eine richtungsweisende, umfassende Neuorientierung legt der Bielefelder Erziehungswissenschaftler Felix Winter für den Bereich der schulischen Leistungsprüfung und -beurteilung vor. Eindrucksvoll zeigt der seit Jahren anerkannte Experte in der Leistungsbewertungsdebatte auf, dass von einem veränderten Umgang mit den Schülerleistungen starke Impulse für eine didaktische Reform, die Motivation aller an der Schule Beteiligten und das Schulklima insgesamt erwartet werden können.

Er gibt dazu unter anderem in seinem Buch „Leistungsbewertung. Eine neue Lernkultur braucht einen anderen Umgang mit den Schülerleistungen“ einen hervorragenden Überblick über neue, aber bereits erprobte Methoden der Feststellung, der Bewertung, der Reflexion, der Rückmeldung und der Dokumentation von Leistungen.

Im offenen Unterricht scheinen viele herkömmliche Ansätze der Leistungsbewertung, insbesondere Ziffernnoten, nicht mehr (allein) sinnvoll zu sein. Felix Winter legt theoretische Hintergründe der Leistungsbewertung in der Schule dar, und stellt die Frage nach neuen Wegen der Leistungsbewertung vor dem Hintergrund einer „neuen Lernkultur“.

In den folgenden Merkmalen der „neuen Lernkultur“ sieht Winter Anknüpfungspunkte für die Leistungsbewertung:

– eine höhere Selbstbeteiligung und Eigenverantwortung des Handelns der Lernenden;

– die stärkere Orientierung auf die Lernprozesse und entsprechende Komptenzen zu ihrer Steuerung;

– die verstärkte Hinwendung zu komplexen, alltagsnahen Aufgaben, d.h. Entfernung von der Vorstellung kleinschrittigen Wissenserwerbs;

– den Anspruch auf Paritzipation der Schüler und eine Demokratisierung der Lernkultur insgesamt

Leistungsprüfungen und -bewertungen sollen nicht mehr zzu einem bestimmten Zeitpunkt, sondern in allen Phasen des Lernens stattfinden: vorausschauend, begleitend, abschließend und nachträglich.

Dazu könnten folgende Methoden der Leistungsprüfung und -bewertung in den Unterricht einfließen: Portfolio, Lernkontrakte, Beobachtungen im Prozess, Selbstbewertung, wechselseitige Bewertung, beaurtragte Bewertung, Lerntagebücher, Leistungspräsentationen, Rückmeldebögen, Bewertungskoferenzen, Zertifikate….

8. Juni 2010

Montessori-Pädagogik

Posted in Präsenzveranstaltung, selbstgesteuertes Lernen um 08:05 von bpblogphtg

Morgen werden wir im Rahmen des BP-Moduls eine Exkursion in einen Montessori-Kindergarten unternehmen. Dazu habe ich mich im Vorfeld mit der Pädagogik Maria Montessoris beschäftigt:

Die Montessori-Pädagogik  ist ein reformpädagogisches Bildungsangebot, das sich unmittelbar am Kind orientiert und konsequent die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt. Maria Montessori hat mit ihrer Pädagogik, welche kindliche Eigenaktivität und selbsttätiges Lernen ins Zentrum stellt, eine einflussreiche internationale Bewegung ins Leben gerufen. In den letzten 100 Jahren entstanden auf allen Kontinenten Schulen und Lerngemeinschaften für Kinder von 0-18 Jahren und Ausbildungsstätten für Lehrkräfte. Das erste Montessori-Kinderhaus wurde bereits 1907 in Rom von Maria Montessori gegründet. Ihr zu Ehren trägt diese Pädagogik ihren Namen.
Montessori-Pädagogik wird heute in vielen Kinderhäusern und Schulen in fast allen Ländern der Erde angeboten. Montessori-Pädagogik ist seit vielen Jahrzehnten erprobt und bewährt.

Prinzipien der Montessori-Pädagogik sind:

  • das Kind in seiner Persönlichkeit achten und es als ganzen, vollwertigen Menschen sehen
  • seinen Willen entwickeln helfen, indem man ihm Raum für freie Entscheidungen gibt; ihm helfen, selbständig zu denken und zu handeln
  • ihm Gelegenheit bieten, dem eigenen Lernbedürfnis zu folgen; denn Kinder wollen nicht nur irgendetwas lernen, sondern zu einer bestimmten Zeit etwas ganz Bestimmtes (sensible Phasen)
  • ihm helfen, Schwierigkeiten zu überwinden statt ihnen auszuweichen

Wichtige Stichworte zur Montessori-Pädagogik:

  • Unabhängigkeit und deren aktive Förderung durch Selbsttätigkeit ist das Ziel aller Erziehungsbemühungen Montessoris.
  • Die Vorbereitete Umgebung ermöglicht dem Kind Bewegungsfreiheit, Selbständigkeit und Unabhängigkeit.
  • Das Montessorimaterial ist integraler Bestandteil der Vorbereiteten Umgebung. Es umfasst die Bereiche Übungen des praktischen Lebens, Sinnesbildung, Mathematik, Sprache und Kosmische Erziehung. Es ist so konzipiert, dass die Kinder sich nach einer Einführung durch die Lehrperson selbstständig Wissen und Fertigkeiten erarbeiten können.
  • Die Polarisation der Aufmerksamkeit ist ein Zustand tiefer Konzentration,  welcher durch das Montessori-Material provoziert wird. Geht ein Kind vollständig in seinem Tun auf, hat dies positive Auswirkungen auf die gesamte Entwicklung seiner Persönlichkeit.
  • Die Sensiblen Phasen sind Zeiträume besonderer Empfänglichkeit und innerer Bereitschaft, einen bestimmten Lern- oder Entwicklungsschritt zu vollziehen. Das Wissen um die sensiblen Phasen birgt eine grosse Chance: Das richtige Angebot zur rechten Zeit garantiert freudvolles, leichtes, rasches, tiefgreifendes Lernen.
  • Die Freiarbeit ist die praktische pädagogische Konsequenz aus Montessoris Grundgedanken. Die Kinder bestimmen selbst, was und wo sie arbeiten wollen, mit wem und wie lange sie arbeiten wollen und übernehmen Verantwortung für das eigene Lernen.
  • Der „neue Lehrer“ hat die Rolle eines Helfers, der dem Kind den Weg zur Selbstständigkeit ebnet, gemäss dem Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“.

An dieser Stelle sei auf den Blogeintrag „Maria Montessori in der Berufschule“ verwiesen.

Ich bin auf den morgigen Tag sehr gespannt….

6. Juni 2010

Fallstudien im Sportunterricht

Posted in Berufsausbildung, Selbststudium um 10:01 von bpblogphtg

In meinem letzten Blogeintrag habe ich einen Einblick in das Arbeiten mit Fallstudien im pädagogischen Kontext gegeben. Nun habe ich mir GEdanken darüber gemacht, wie und ob sich diese Art der Arbeit auch im Sportunterricht in Schulen umsetzten ließe:

Im Sportunterricht könnte ich mir eine Fallstudie im Taktikbereich vorstellen, zum Beispiel in der Spielsportart Basketball: die Lernenden eignen sich in der Fallstudie relevanten Inhalte zu Mannschaftstaktik an und sollen als „Endprodukt“ eigene Spielzüge entwickeln, welche sie später in einer „Präsentation“ ihren MitschülerInnen demonstrieren und in graphischer Form zur Unterstützung darstellen sollen. Dies wäre eine Aufgabe für die Abschlussklassen, da sie sehr ansrpuchsvoll ist und Vorwissen im Taktikbereich des Basektballs verlangt.

Die Fallstüdie könnte in dem Sinne auch erweitert werden,  dass man Taktikaufbau oder das Modellieren von Mannschaftstaktik dann auch in einen weiteren Kontext übertragen könnte, z.B. auf andere schulische Situationen.  Das Thema Taktik könnte dabei als „Ressource“ aufgefasst werden,  die Kompetenzen aus dem  Bereich Sport könnten im Sinne einer Ressource-Transfer-Anwendung in andere schulische Situationen übertragen werden.

Wie?

Ich könnte mir vorstellen, dass hierbei vor allem die Teamarbeit ein großes Thmema wäre, da diese auch beim taktischen Einsatz in Sportspielen von großer Bedeutung ist. Mit den Schülerinnen und Schülern könnte besprochen werden , welche Vorteile es hat, gemeinsam ein Ziel zu verfolgen, geplante Strategien durchzuführen und die Ressourcen der Gruppe (die Fähigkeiten der einzelnen Teammitgliedern) dabei zu nutzen, genauso wie es bei der Erarbeitung von bestimmten Taktiken im Sportunterricht der Fall ist. Bei Gruppenarbeiten im regulären Schulunterricht, bei Sonderwochen oder der gemeinsamen Erarbeitung von Referaten und vielem mehr könnten solche „Taktiken“ geplant und mit den Lernenden durchgeführt werden. Dabei sollen die Lernenden spüren, welche Vorteile das Arbeiten im Team mit sich bringt, was bei Gruppenarbeiten beachtet werden muss, was für eine Arbeitsaufteilung effektiv ist. Sie sollen erleben wie wichitg es hierbei ist miteinander zu kommunizieren, Sachverhalte auszuhandeln, sich gegenseitig zuzuhören, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen und sich hierfür einzusetzen.

3. Juni 2010

Fallstudie im pädagogischen Kontext

Posted in Coaching, Präsenzveranstaltung um 19:33 von bpblogphtg

Fallstudien werden in der Jugend- und Erwachsenenbildung häufig eingesetzt, um den Unterricht zu bereichern. Dabei werden die Lösungen meist offen gelassen, so dass die Lernenden sich selbst plausible Ergebnisse erarbeiten können. Es gibt Fallstudien, in denen die Lösungen mitgeliefert werden, was die Schülerinnen und Schüler zu Diskussionen anregen und zur Suche nach Alternativen ermuntern soll.

Eine Fallstudie (Fall, case, case study) besteht daher aus Schilderungen einer (konkreten) Situation und deren Einflussfaktoren. Sie sind darauf ausgelegt, eine aktive und selbstständige  Auseinanderstzung der Lernenden mit dem Inhalt herzustellen und bewecken darüber hinaus ein konkretes Handeln des Lernenden. Dementsprechend ist eine solche Fallstudie nicht Synonym für ein Beispiel.

Es gibt unterschiedliche Fallarten:

  • Problemfindungsfall (case study method)
  • Entscheidungsfall (case method)
  • Beurteilungsfall (case problem method, stated problem method)
  • Informationsfall (case incident method)
  • Untersuchungsfall (stated problem method)

Die Fallarten unterscheiden sich durch folgende Lerneffekte:

  • Information: Die für die Falllösung relevanten Daten können vollständig, lückenhaft oder auch gar nicht gegeben sein.
  • Problem: Das der Fallstudie zugrunde liegende Problem bzw. die zugrunde liegenden Probleme können ausdrücklich benannt werden. Im Gegensatz dazu kann aber auch der Lernende gefordert sein, die Probleme eigenständig zu erkennen und ihre Relevanz abzuwägen.
  • Lösung: Lösungsalternativen sind vom Lernenden zu suchen, er kann aufgefordert sein, sich für eine zu entscheiden. Ebenso kann aber die Lösung vorweggenommen und zum Diskussionsgegenstand gemacht werden.

Wir haben uns im Rahmen des BP-Moduls eingehend mit dem Einsatz von Fallstudien beschäftigt. Diese Art der Erarbeitung eines Themas diente einer intensiven Auseinandersetzung mit einem bestimmten, zuvor unbekannten Thema und bewirkte, dass wir uns in Tandems aktiv und ausgiebig mit einem ausgewählten  Thema beschäftigten. Die Erarbeitung unserer Fallstudie zielte darauf ab, ein Poster des erarbeiteten Themas zu produzieren und dem Rest der Gruppe vorzustellen. Dies bewirkte bei mir, dass ich mir auf spannende Art neues Wissen sehr einfach aneignen konnte und ich darüber hinaus, durch die Präsentationen meiner Kommilitonen, vertiefte Informationen über ähnliche Themen erhielt. Eine sehr schöne Methode für die Schule!

16. Mai 2010

Podcasterstellung

Posted in Uncategorized um 07:27 von bpblogphtg

Im Rahmen des Studiums an der PHTG haben wir einen Podcast zum Thema Unterrichtsqualiät erstellt. Ich möchte hier nicht weiter auf die Kriterien eingehen, die Unterricht zu qualitativ hochwertigem Unterricht machen, da sich diese selbsterklärend aus dem von uns erstellten Podcast ergeben. Ich möchte kurz Erläutern, wie wir bei der Podcasterestellung vorgegangen sind und welche Probleme auftraten.

Aber zunächst unser Podcast:

Für die Erstellung eines Podcasts ist es zunächst notwenig, ein vollständig ausgearbeitetes „Drehbuch“ zu erstellen. Hierbei muss beachtet werden, welches Videomaterial, Grafiken, Musik, Audioelemente wann verwendet werden möchten. Der zeitliche Aufwand ist sehr groß, man muss sich darauf einstellen, Kleinigkeiten bei der Umsetzung nochmals zu verändern.

Die technische Anfertigung eines Podcasts, der nicht nur in Audioformat bestehen soll, war für uns eine große Herausforderung. Der Umgang mit Garage Band musste von uns zunächst erlernt werden. Insgesamt haben wir Stunden damit verbracht die aufgenommenen Audiodateien auf unsere zuerstt erstellte animierte Powerpointpräsentation anzupassen.

Auch im Unterricht lassen sich Podcasts im Rahmen einer E-Learning Methode einsetzen. Der Podcast kann dazu dienen, dass die Lernenden ein Thema bearbeiten, in einen Podcast darzustellen und im Internet zu veröffentlichen. Die kreierten Audio- oder Video- Podcastst können dann als Lernmaterial ihren Klassenkameradinnen dienen. Die Schülerinnen und Schüler werden dazu angeregt, sich mit einem bestimmten Thema intensiv auseinander zu setzen und es strukturtiert und übersichtlich in einen Podcast  transformieren. Aus eigener Erfahrung empfehle ich hierzu, einen Podcast in einer Gruppe von maximal drei Personen erstellen zu lassen. Bei größeren Gruppen wird es bei der technischen Bearbeitung des Podcasts schwierig, die technische Arbeit würde wahrscheinlich an ein oder zwei Lernenden „hängen bleiben“.

Durch die Erstellung eines Podcastst erwerben die Schülerinnen und Schüler zum einen Medienkompetenzen. Sie setzten sich mit den technsichen Grundlagen der Bearbeitung von Audio- und Videoformaten auseinander. Darüber hinaus Erweitern sie ihre Fachkompetenz und, wird der Podcast in einer Gruppe erstellt, werden überfachliche Kompetenzen der Lernenden, vor allem im Bereich der sozialen Kompetenzen gefördert. Außerdem wird die Kreativität der Lernenden angeregt und es entsteht ein greifbares Endprodukt.

12. Mai 2010

Fallstudie

Posted in Uncategorized um 11:29 von bpblogphtg

Nach viel Arbeit in meinem 2. Erfahrungspraktikum habe ich nun wieder etwas Luft, um meinen Blog weiter zu führen. Die letzten Wochen waren Arbeitsreich und intensiv, doch jetzt bin ich wieder zurück!

Natürlich habe ich mich trotz des Praktikums mit dem BP Modul beschäftigt, um genauer zu sein, mit dem „Fallstudien-Auftrag“.

Wir haben uns bereits getroffen, um das Fallstudienprojekt „Lehrbetrieb werden“ vorzubereiten, mit dem Ziel die Berufsausbildung im Berufsfeld Gesundheit (Pharmaassistentin EFZ)  aus der Sicht des Lehrgschäfts kennen zu lernen. Hierzu sind wir den Lernjob gemeinsam durchgegegangen  und haben uns über offene Fragen unterhalten und über die Aufträge, die nochabgearbeitet werden müssen.

Ich habe mich bis dato noch kaum mit dem Bildungsweg zum Erhalt einer Lehrstelle beschäftigt wodurch dieser Bereich für mich weitestgehend Neuland ist. Das spannende ist, das das Thema in der Fallstudie von zwei Seiten betrachtet wird: nämlich aus der Sicht desjenigen jungen Menschen, dessen Ziel ist, eine Ausbildung in einem bestimmten Bereich zu beginnen und zunächst unwissend alle möglichen Informationen, über den Beruf einerseits und das Bewerbungsverfahren andererseits, sammelt. Und aus der Sicht der Ausbileder, zweier Personen, deren Ziel ist, ein Lehrbetrieb zu werden um junge Menschen ausbilden zu können. Die Frage die sich hierbei stellt ist, welche Vorkehrungen erfüllt sein müssen, um junge Menschen in das Berufsleben zu begleiten, sie auszubilden und zu unterstützen. Dabei gibt es beispielsweise Kurse, die belegt werden müssen, diverse Formulare auszufüllen und natürlich ebenso Kenntnis über unterschiedliche mögliche Ausbildungswege und über die Organisation mit den auszubildenden Schulen zu haben, um den Lehrling darüber informieren zu können.

Zunächst heisst es für beide oben angesprochenen Personen: Informationen suchen, Informationen suchen, Informationen suchen. Zum Glück leben wir in der Zeit des Internets, über das wir uns diese vielen Auskünfte beschaffen können. So heißt es für uns nun auch: Informationen suchen, herausfiltern und strukturieren um einen Einblick in die Thematik zu erhalten und um für die spätere Posterpräsentation fit zu sein.

7. April 2010

„Das gute Gewissen“ im Coachinggespräch

Posted in Coaching, Präsenzveranstaltung um 13:02 von bpblogphtg

Um das zielorientierte Arbeiten zu unterstützen und um einen lösungsorientierten Gesprächsverlauf  während eines Coachingprozesses zu fördern, sollte ein Coach sich seine eigenen Fragen Bewusst machen. Hierzu ist es sehr hilfreich, sein „gutes Gewissen“ nach jeder gestellten Frage zu befragen, um mehr Sicherheit darin zu erlangen, ob die gestellte Frage für das Gespräch, eine professionelle Beratung und die gemeinsame Lösungsfindung von Nutzen ist. Max Woodtli entwickelte „das gute Gewissen“, eine Übung zur Bewusstmachung der gestellten Fragen, nach einer Idee von Jürgen Hagens, Psychologe, Psychotherapeut und Supervisor.

Die  Übung „das gute Gewissen“ wird zu dritt durchgeführt. Hierbei übernimmt eine Persond die Rolle des Coaches, eine zweite die Rolle des Coachees und eine dritte die Rolle des „guten Gewissens“. Das „gute Gewissen“ platziert sich dabei hinter den Coach, welcher sich gegenüber dem Coachee platziert. Beim Gespräch mit dem Coachee wendet sich der Coach diesem zu, schaltet sich „das gute Gewissen“ ein, wendet sich der Coach seinem „Gewissen“ zu.

Nun stellt der Coach dem Klienten/ der Klientin eine Frage und lässt sie sich beantworten. Danach befragt das „gute Gewissen“ den Coach hinsichtlich der gestellten Frage nach folgendem Ablauf:

1. Ist die Frage beantwortet? (wenn nein: willst du die Frage wiederholen? wenn nicht: weiter bei 2.; wenn doch: weiter bei 6.)

2. Was hast du gehört?

3. Was willst dua las nächstes wissen?

4. Wozu willst du das wissen?

5. Wie genau lautet deine Frage?

6. Ist ausreichend Wertschätung in der Frage? (bei nein: zurück zu 5.; bei Ja: neue Frage, nach deren Beantwortung erneut von 1. begonnen wird usw.)

Die Übung „das gute Gewissen“ eignet sich meiner Meinung nach sehr gut zur Bewusstmachung der eigens gestellten Fragen. Durch die Selbstreflexion wird deutlich, ob eine Frage zielorientiert, wertschätzend und lösungsorientiert gestellt wurde und dem Gesprächsfluss dient. Jedoch ist es meiner Meinung nach bei der Übungsdurchführung sehr hilfreich eine professionellen Coach, wenn diese Übung angewandt wird. Denn oft weiss ein wenig erfahrener oder in Ausbildung befindender Coach nicht immer, woran es liegt, wenn man mit einer Frage für den Gesprächsverlauf hilfreich ist. Ein erfahrener Coach kann hierbei Tipps geben, die meist sehr wertvoll sind und die den Schlüssel für die  „richtige“ Frage liefern.

18. März 2010

KV Zürich – Business School

Posted in Berufsausbildung um 17:13 von bpblogphtg

Die KV Zürich Business School ist eine kaufmännische Berufsschule in Zürich. Sie ist die grösste kaufmännische Berufsschule der Schweiz und zählt zu den grössten Unternehmen des Bildungswesens im deutschsprachigen Raum. Die Schule wird von etwa 4200 Lehrlingen in der Schuleinheit Grundbildung besucht und erhalten hier das fundierte schulische Rüstzeug für spätere berufliche Höhenflüge. Die Schülerschaft der KV Zürich Business School setzt sich aus verschiedensten Branchen und Betriebsgrössen zusammen. Zum einen senden namhafte Grossbetriebe aus dem Wirtschaftsstandort Zürich – insbesondere Banken, Versicherungen sowie Industriebetriebe – ihre Lehrlinge an die KV Zürich Business School. Ca 3/4 der Lehrbetriebe zählen zu den kleinen und mittleren Unternehmen. Sie lassen in der Regel ein bis zwei Lehrlinge an der Schule ausbilden. An der KV Zürich Business School lehren 230 Lehrkräften. Das Hauptgebäude der KV Zürich Business School befindet sich beim Escher-Wyss-Platz im Escher Wyss Quartier.

Grundbildung:

Die Grundbildung vermittelt Lernstrategien und die Kernkompetenzen, die junge Lernende befähigen, ihre zukünftigen Aufgaben zu bewältigen. Neue Lernformen, Exkursionen, Projektwochen, Sprachaufenthalte, Sport- und Kulturwochenende bringen Farbe in den Schulalltag.

Über 4100 künftige Kaufleute erhalten in der Schuleinheit GRUNDBILDUNG

Die Schuleinheit Grundbildung ist dabei in drei Profile gespaltet:

  • Basisbildung: B-Profil:

für Sek B. SchülerInnen; die „akademisch Schwächeren“ /pro Jahr ca 7 Klassen / 1. & 2. Lehrjahr: 2 Tage Unterricht pro Schulwoche; 3. Lehrjahr 1 Tag Unterricht / Fächer: IKA, W&G, Deutsch, eine Fremdsprache (E,F), Sport

  • Erweiterte Grundbildung: E-Profil:

für Sek A. SchülerInnen (sehr gute Niveau B) sozusagen die „akademische Elite“/pro Jahr ca. 36 Klassen / 1. & 2. Lehrjahr: 2 Tage Unterricht pro Schulwoche; 3. Lehrjahr 1 Tag Unterricht / Fächer:  Deutsch, Französisch, Englisch, W&G, IKA, Sport

  • Erweiterte Grundbildung mit Berufsmatura: M-Profil:

für sehr gute Sek A. SchülerInnen / pro Jahr ca. 15 Klassen / Aufnahmeprüfung / in allen drei Lehrjahren 2 Tage Unterricht pro Schulwoche / Promotion

Generell ist es möglich, auch nach Beginn der Ausbildung die Profile zu wechseln. Dies geschieht im Normalfall durch eine Empfehlung der Schule in Absprache mit den Lehrbetrieben.

Alle Lernenden, die ihre Ausbildung im Bereich der Grundbildung absolvieren, schließen mit dem EFZ ab.

weitere Blogeinträge zur Exkursion: hier & hier & hier

13. März 2010

Fragekategorien

Posted in Coaching um 17:45 von bpblogphtg

In der letzten BP Stunde haben wir uns ausgiebig mit unterschiedlichen Fragekategorien des systemischen Coachings beschäftigt. Fragen aus verschiedenen Fragekategorien sollen im lösungsrorientierten Coachinggespräch dazu beitragen, ein Problem zu analysieren. Wird ein Problem an einen Coach herangetragen so ist es enorm wichtig, dass der Coach nicht versucht das Problem so schnell wie möglich zu verstehen, da hinter der Formulierung des Problems immer ein Individuum steht, welches bestimmte Assoziationen, Gedankengänge oder Vorstellungen davon hat, was gemeint ist. Der Coach muss durch gut gestellte Fragen erst einmal herausfinden, was das Problem des Coachees ist, bzw. um unkare Wünsche des Coachees zu konkretisieren. Um die „Fragerunde“ nicht einseitig und langweilig zu gestalten und um möglichst viel Information über das Problem zu erfahren, bedient sich der Coach einer vielzahl an Fragen aus unterschiedlichen Bereichen:

  • Auftragsfragen: durch Auftragsfragen holt sich der Coach zunächst einen Auftrag ab, z.B.“was muss in diesemCoachinggespräch passieren, damit du sagen kannst, es hat sich gelohnt, dass wir das Thema xy besprochen haben?“ oder: „Wie kann ich dich unterstützen?“
  • Zielfragen (Lösungsfragen): durch Zielfragen wird versucht,  Informationen über konkrete Ziele des Coachees (Probleme implizieren immer ein Ziel, welches erreicht werden möchte; das Ziel bezieht sich im Gegensatz zum Problem auf den Soll- und nicht auf den Ist-Zustand), über die Wichtigkeit der Ziele, die persönliche Nützlichkeit der Ziele, zu gewinnen. Z.B. „Was genau willst du in der nächsten Stunde erreichen?“; „Angenommen, du hast dein Ziel erreicht, was tust du dann anders, was du vorher nicht getan hast?“ – „Und was noch?“ oder „Wie nützlich ist für dich die Erreichung des Ziels?“
  • Skalierungsfragen: mit Skalierungsfragen lässt sich der Standort, die eigene Einschätzung, des Coachees ermitteln, z.B. „Wenn du dich heute bezüglich deiner Prüfungsangst einschätzen sollst, auf einer Skala von eins bis zehn (wenn eins sehr wenig und zehn sehr viel bedeutet), wie groß ist deine Prüfungsangst?“
  • Ausnahmefragen: mit Ausnahmefragen sucht der Coach nach Ausnahmesituationen, um das Problem näher eingrenzen zu können. Dabei wird nach Ausnahmen in Bezug auf Zeit und/oder Ort gestlellt. Z.B. „Wann beginnt die Prüfungsangst? – Wann hört sie wieder auf?“; „Wann ist es weniger/mehr schlimm?
  • Operationalisierungsfragen: durch Operationalisierungsfragen will der Coach das Problem/ die Zielerreichung messbar machen, um zu überprüfen und feststellen zu können, ob das Ziel erreicht wurde. Z.B. „Was heißt bei dir ’schlecht‘?“
  • zirkuläre Fragen: siehe Link

Die Fragekategorien können dabei auch teilweise miteinander kombiniert werden: z.B. kann eine Operationalisierungsfrage in einer Skalierungsform gestellt werden.

Es ist immer darauf zu achten, dass die Fragen offen gestellt werden, so dass der Coachee die Möglichkeit hat, eine oder mehrere Antworten zu geben und nicht nur mit „ja“ oder „nein“ zu anworten, so dass je nach Antwort weitere Fragen gestellt werden können, die zu einer Lösung des Problems führen.

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