27. Dezember 2009

selbstgesteuertes Lernen – Ja oder Nein?

Posted in selbstgesteuertes Lernen, Selbststudium um 11:48 von bpblogphtg

Gedanken zum Selbstbestgesteuertes Lernen

In meinem Erfahrungspraktikum und auch innerhalb der Veranstaltungen meines Studium bin ich häufig damit konfrontiert worden, inwieweit Schülerinnen und Schüler den Unterricht(sinhalt) (mit-)bestimmen sollen und welchen Einfluss eigenbestimmtes Lernen auf die Qualität des Unterrichts nimmt. Der Artikel „Qualität durch Professionalität“ von R. Scharpf aus dem Newsletter move des SVSS, Nummer 3 / 2009 hat mich dazu angeregt, mir Gedanken über professionell durchgeführten Unterricht zu machen und mich mit den Vor- und Nachteilen des selbstgesteuerten Lernens zu beschäftigen. In der Erziehungswissenschaft ist „Selbstgesteuertes Lernen“ gegenwärtig DAS Wort, welches aus jedem Lernenden ein mündiges Lernindividuum machen soll. Im Grunde ist dagegen nichts einzuwenden, oder vielleicht doch? Denn Scharpf fragt sich in seinem Artikel, ob wir nicht etwas verschenken, „wenn wir das ‚Zeige mir, wies geht‘ in ein ‚Mach mir bewusst, was ich (schon) kann‘ verwandeln ?“ und ist der Meinung, wir würden uns von ExpertInnen zu LernbegleiterInnen degradieren. Nach Scharpf würden wir dabei riskieren aufzugeben, Interesse bei den Lernenden auch in Bereichen zu wecken, die nicht an ihren bereits bestehenden Interessen anknüpfen. Unsere Professionalität könnten wir so nicht gezielt einsetzen und unser Mehr-Wissen und disziplinarisches Können nicht an die Laien heranführen.

Ich denke, ein professionell gerührter Unterricht mit hoher Qualität sollte, wie meist, sowohl selbstgesteuertes Lernend als auch fremdbestimmtes Lernen zu beinhalten. Ich stehe einem rein selbstgesteuerten Unterricht ebenso Kritisch gegenüber wie Herr Scharpf. Ich denke, wir sollten auf jeden Fall auf die Interessen unserer Schülerinnen und Schüler im Unterricht eingehen, jedoch ebenso wichtige Inhalte fremdbestimmt unterrichten. Unser fachliches Wissen und Können sollte an die Lernenden herangetragen werden, indem ihnen gezeigt wird „wie es geht“. Meiner Meinung nach sollte die Lehrperson ( vor allem im Sportunterricht) immer noch das „Was“ in einem Unterricht weitestgehend vorgeben“ – auch um die Inhalte des Lehrplans zu erfüllen-, über das „Wie“ kann umso mehr mit den Lernenden diskutiert werden. Eine ausgewogene Dosis von selbstgesteuertem und fremdbestimmtem Lernen in der Schule ist für mich die optimale Lösung, denn alle Einseitigkeit schränkt sowohl Lernende als auch Lehrende ein .

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