7. Januar 2010

Umgang mit Beziehungen

Posted in Emotionale Intelligenz, Selbststudium um 12:47 von bpblogphtg

Der Umgang mit Beziehungen bezeichnet Goleman als soziale Kunst. Selbstbeherrschung und Empathie bilden die Grundlage, mit den Emotionen eines anderen umgehen zu wissen und ist für den Erfolg im Umgang mit anderen Menschen entscheidend. Auf dieser Grundlage reift die Menschenkenntnis. Eine weitere Fähigkeit, die im Umgang mit Beziehungen beherrscht werden muss ist das Äußern und Vorzeigen seiner Gefühle. Bei der empfangenden Person hat Folgen auf den Eindruck, der über die sendende Person entsteht. Im allgemeinen lernen Kinder so zu reagieren, wie sie es vorgemacht bekommen. In jeder Gesellschaft existieren dabei „Vorzeigeregeln“ welche es einzuhalten gilt. Es ist wichtig, dass Eltern ihren Kinder diese Regeln beibringen, d.h. ihnen beizubringen, welche Gefühle man in welchen Situationen äußern darf. Gefühle können dabei minimiert, zurückgehalten, übertrieben oder ersetzt werden. Erlernt ein Kind diese Vorzeigeregelen nicht erzeugt es Unbehagen in seinem Umfeld, da es eventuell kein Gespür für den persönlichen Bereich anderer hat, seine Mitmenschen in ihrer Körpersprache nicht versteht und dadurch unangepasst reagiert. Diese Kinder wirken unsympathisch auf ihre Mitmenschen und werden häufig zu Einzelgängern. Im Umgang mit zwischenmenschlichen Beziehungen ist es dabei wichtig ebenso auf seine eigenen wie auf die Gefühle des Gegenübers zu achten.  Erst wenn Gefühle ehrlich  zum Vorschein gebracht und nicht aufgrund von Gesellschaftlichen Erwartungen falsch hervorgebracht werden können stabile, enge und befriedigende Beziehung zu anderen Menschen entstehen.

Hervorgebrachte Emotionen haben immer eine Auswirkung auf die Gefühle anderer, Emotionen sind ansteckend. Dabei wird innerhalb einer Interaktion immer von demjenigen, der seine Stimmung stärker äußert auf den passiven übertragen. Ein Erzieher kann somit durch eigene Gefühlsäußerungen Kindern dazu verhelfen, motiviert an Aufgaben heran zu gehen, sie bestärken und durch seinen Optimismus in den Kindern ein positives Gefühl hinterlassen.

Nach Steiner ist die Interaktivität, in der Wechselwirkungen der eigenen Gefühle und der der anderen erkannt werden das Stadium höchster Bewusstheit und das höchste Maß emotionaler Kompetenz. Steiner beschreibt in seinem Buch drei Phasen zur Erlangung emotionaler Kompetenz: Die erste Phase ist, das Herz zu öffnen, was bedeutet anderen Menschen Strokes zu geben, d.h. sich positiv und aufrichtig über andere zu äußern. Strokes einfordern, d.h. um Strokes bitten wenn wir es nötig haben sowie Strokes annehmen und ablehnen wenn sie unliebsam sind. Des weiteren sollte man sich selbst Strokes geben was mit einer gesunden Selbstliebe verbunden ist. Die zweite Phase besteht daraus, die Gefühlslandschaft zu erkunden, d.h. Handlung-Gefühl-Stellungnahmen anwenden, diese annehmen, seine intuitive Ahnung offen legen und intuitive Wahrnehmungen anderer bestätigen. Die dritte Phase ist die der Verantwortungsübernahme. Hierbei ist es wichtig nicht in eine der drei destruktiven Rollen des Retters, Anklägers oder Opfers zu verfallen und wenn doch, sich für seine Fehler zu entschuldigen, Entschuldigungen anderer annehmen oder zurückzuweisen, bei Fehlern um Verzeihung bitten und ebenso Verzeihung gewähren oder zu verweigern.

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