8. Juni 2010

Montessori-Pädagogik

Posted in Präsenzveranstaltung, selbstgesteuertes Lernen um 08:05 von bpblogphtg

Morgen werden wir im Rahmen des BP-Moduls eine Exkursion in einen Montessori-Kindergarten unternehmen. Dazu habe ich mich im Vorfeld mit der Pädagogik Maria Montessoris beschäftigt:

Die Montessori-Pädagogik  ist ein reformpädagogisches Bildungsangebot, das sich unmittelbar am Kind orientiert und konsequent die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt. Maria Montessori hat mit ihrer Pädagogik, welche kindliche Eigenaktivität und selbsttätiges Lernen ins Zentrum stellt, eine einflussreiche internationale Bewegung ins Leben gerufen. In den letzten 100 Jahren entstanden auf allen Kontinenten Schulen und Lerngemeinschaften für Kinder von 0-18 Jahren und Ausbildungsstätten für Lehrkräfte. Das erste Montessori-Kinderhaus wurde bereits 1907 in Rom von Maria Montessori gegründet. Ihr zu Ehren trägt diese Pädagogik ihren Namen.
Montessori-Pädagogik wird heute in vielen Kinderhäusern und Schulen in fast allen Ländern der Erde angeboten. Montessori-Pädagogik ist seit vielen Jahrzehnten erprobt und bewährt.

Prinzipien der Montessori-Pädagogik sind:

  • das Kind in seiner Persönlichkeit achten und es als ganzen, vollwertigen Menschen sehen
  • seinen Willen entwickeln helfen, indem man ihm Raum für freie Entscheidungen gibt; ihm helfen, selbständig zu denken und zu handeln
  • ihm Gelegenheit bieten, dem eigenen Lernbedürfnis zu folgen; denn Kinder wollen nicht nur irgendetwas lernen, sondern zu einer bestimmten Zeit etwas ganz Bestimmtes (sensible Phasen)
  • ihm helfen, Schwierigkeiten zu überwinden statt ihnen auszuweichen

Wichtige Stichworte zur Montessori-Pädagogik:

  • Unabhängigkeit und deren aktive Förderung durch Selbsttätigkeit ist das Ziel aller Erziehungsbemühungen Montessoris.
  • Die Vorbereitete Umgebung ermöglicht dem Kind Bewegungsfreiheit, Selbständigkeit und Unabhängigkeit.
  • Das Montessorimaterial ist integraler Bestandteil der Vorbereiteten Umgebung. Es umfasst die Bereiche Übungen des praktischen Lebens, Sinnesbildung, Mathematik, Sprache und Kosmische Erziehung. Es ist so konzipiert, dass die Kinder sich nach einer Einführung durch die Lehrperson selbstständig Wissen und Fertigkeiten erarbeiten können.
  • Die Polarisation der Aufmerksamkeit ist ein Zustand tiefer Konzentration,  welcher durch das Montessori-Material provoziert wird. Geht ein Kind vollständig in seinem Tun auf, hat dies positive Auswirkungen auf die gesamte Entwicklung seiner Persönlichkeit.
  • Die Sensiblen Phasen sind Zeiträume besonderer Empfänglichkeit und innerer Bereitschaft, einen bestimmten Lern- oder Entwicklungsschritt zu vollziehen. Das Wissen um die sensiblen Phasen birgt eine grosse Chance: Das richtige Angebot zur rechten Zeit garantiert freudvolles, leichtes, rasches, tiefgreifendes Lernen.
  • Die Freiarbeit ist die praktische pädagogische Konsequenz aus Montessoris Grundgedanken. Die Kinder bestimmen selbst, was und wo sie arbeiten wollen, mit wem und wie lange sie arbeiten wollen und übernehmen Verantwortung für das eigene Lernen.
  • Der „neue Lehrer“ hat die Rolle eines Helfers, der dem Kind den Weg zur Selbstständigkeit ebnet, gemäss dem Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“.

An dieser Stelle sei auf den Blogeintrag „Maria Montessori in der Berufschule“ verwiesen.

Ich bin auf den morgigen Tag sehr gespannt….

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